• Am Grab von Otto Herbert Hajek (Waldfriedhof)
  • Manuela Angelika Rapino mit 2 Jahren
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Madame Dubarry in Stuttgart

Ich heiße Manuela Angelika Rapino, bin am 05. März 1975 in Stuttgart geboren und in Baden-Württemberg aufgewachsen. Im Mörike-Gymnasium in Stuttgart-Mitte machte ich 1994 das Abitur und studierte in Tübingen, Konstanz und Stuttgart ‚Philosophie‘. Ich bin Tochter italienischer Gastarbeiter; meine Eltern kamen in der 70er Jahren nach Deutschland und erhielten von der Botnangerin Melanie Neef (ehemalige Sekretärin der Eier- und Lebensmittelgroßhandlung ‚Karl Neef & Co. in Stuttgart beim Rathaus, Nadlerstraße 1) Unterkunft in einem alten Weinberghaus am Berg.

Mein Vater ist ein Franziskanermönch aus den Abruzzen, meine Mutter eine Näherin; und damit sind meine biografischen Daten desweiteren mustergültig, denen einer Madame Dubarry aus Paris gleich. Auch sie sei Tochter eines Franziskanermönchs und einer Näherin. Demnach bin ich als gebürtige Stuttgarterin französisch im Grat und die Philosophie (d.h. Staatswesen) eines Louis XV. von Frankreich.

Ich schätze meine Kindheit im Weinberghaus, vor allem für die kleinen Geschichten des Lebens, z.B. für meine katholische Taufe, welche wegen des plötzlichen hohen Schneefalls am 19. März 1975 nicht in der Maria-Himmelfahrt-Kirche in Degerloch stattfand, sondern zu Hause (im Weinberg). Dort findet sich auch mein Hausgespenst Ludwig II. von Bayern, dem ich für das geschichtliche Fallbeispiel ‚Richard Wagner in Stuttgart‘ selbst eine Oper schrieb, meine kompositionelle Arbeit ‚La Dea Rapino, eine Oper für Tenor‘ (erschienen im Rediroma-Verlag, eBook 2016). Mein Mallehrer (im Jahre 2000) und Mentor Herr Willy Wiedmann aus Bad Cannstatt zeigte sich begeistert von meiner Oper, und von meinen Lebensverhältnissen zum bayrischen König, er selbst lebte in seinem Atelier in der Tuchmachergasse mit einer gespenstischen Gräfin.

1992 übersetzte ich Briefe für den Grafiker Otto Herbert Hajek aus Stuttgart. Es waren Übersetzungen aus dem Italienischen ins Deutsche. Hintergrund: Herr Giacomino Da Re organisierte die Werkübergabe des Hajek-Werkes ‚Wandlungen‘ (256 x 103 x 103 cm, eine Edelstahlplastik mit einer rot-gold Lackierung) an den Vatikan. Sowie der Vatikan die Werkübergabe positiv befürwortete, bat mich Herr Hajek 1995 diese Werkübergabe auch selbst zu begleiten, und die Patenschaft für das Werk auch zu übernehmen.

Für all diese kleinen Geschichten, ist mir die Stadt Stuttgart als Tochter italienscher Gastarbeiter nicht fremd, …sondern eigen.

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