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Ein Stuttgart-Ding

Geschichten von Stuttgart können manchmal ganz greifbar sein – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn manchmal hängt an einem Gegenstand, dem „Stuttgart-Ding“, die Geschichte der eigenen Großtante und die Geschichte eines Stuttgarter Modeateliers und noch viel mehr…

 

Am Anfang steht das Ding, in diesem Fall: die Kleidung, die zwar seit langem ungetragen im Schrank hängt, aber zu schön und zu besonders zum weggeben ist. Als zweites ist da die Erinnerung an die Großtante, von der man die Kleidung übernommen hat. Die Erinnerung an die Dame, die in der Stuttgarter Gesellschaft verkehrte, die einen weißen Benz mit roten Sitzen fuhr, in dem man nicht krümeln durfte. Was aber ist das Besondere an dem „Ding vom Dachboden“, der Kleidung aus dem Schrank?

Etikett Oscar de Change

Zum einen ist es die Geschichte des Stuttgarter Damenmodeateliers Oscar de Change, das von 1913 bis 1973 in der Marienstraße 5 betrieben wurde. Oscar de Change kam 1885 aus Köln nach Stuttgart und arbeitete vor der Gründung seines Ateliers in einem Damenkonfektionsgeschäft. In den 30-er Jahren waren rund 50 Schneiderinnen und Schneider waren bei Oscar DeChange beschäftigt, er kleidete die Stuttgarter Gesellschaft ein. Das Atelier nahm auch an Modenschauen in Stuttgart, Baden-Baden oder Bad Wildbad teil. Die Stuttgarter Modeschauen fanden unter anderem in den 30er-Jahren im Restaurant „Stadtgarten“ oder im Hotel „Excelsior“ statt.

Die Großtante, die Dame von Welt, gehörte zu dieser Gesellschaft. Und war unter anderem die Ehefrau des Gründers des Reisebüro Rominger…und da ist man schon an der nächsten Stuttgart-Geschichte.

 

Fast jeder hat ein Stuttgart-Ding, das eine Geschichte über Stuttgart, seine Bewohner und seine Gewohnheiten erzählt. Wir wollen eure Stuttgart-Geschichten, eure Objekte aus der Stadt und eure Erinnerungen. Erzählt sie uns!

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